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Wer meine Dates verfolgt hat, wird gesehen haben...der Hoerste war mit seiner Plattenkiste auf Kreta! Kurz vorweg...es war ein Traum!!! Auch von diesem Trip gibt es wieder einiges zu berichten, sonst wäre ich ja nicht der Hoerste.
Ok...Ladys and Gentlemen, ich versuch es kurz zu machen...hihi.
Meine Geschichte beginnt am Donnerstag, dem Tag vor meiner Abreise nach Griechenland. An diesem Tag stand eine Beachparty am Südstrand von Göhren an, welche es galt vorzubereiten. D.h. Den ganzen Kram, welchen man zu einer Party am Strand benötigt wie z.B. Plattenspieler, Mischpult, Tische, Getränke, Feuerholz ect..., durch den Sand zur Location schleppen. An diesem Abend spielten Luna City Express ihre Lieblingsscheiben, welche sehr gut ankamen, und die normalerweise sehr verhaltene Strandparty schnell zur Tanzveranstaltung mutierte. Diesesmal hielt ich mich raus bei der musikalischen Gestaltung, da meine Koffer für Kreta gepackt waren.
Nun...wie das immer so ist, hatte ich mir vorgenommen nur kurz alles aufzubauen, und mich gleich danach ins Bett zu begeben. Die Atmo der Party war aber so gut, das ich letztendlich schlaflos 7:32 in meinen Bus Richtung Binzer Hauptbahnhof stieg. In Rostock Laage aufm Flughafen angekommen (ein Dankeschön an Martin fürs abholen!), versüßte mir ein Eurofighter mit seiner Flugshow das warten und so saß ich dann irgendwann im Flieger Richtung Kreta...den Start hab ich natürlich klassisch verschlafen.
Zum Glück bin ich kurz vor der Landung in Heraklion aufgewacht, denn so konnte ich mir schon mal einen Überblick machen, was mich so naturmäßig erwartet. Ein alter Kumpel, mit dem ich vor 13 Jahren die ersten Technopartys besuchte und der mittlerweile auf Kreta lebt, und evtl. ein bekannter von Schumi wegen seines Fahrstils, kamen mich abzuholen. Ich will ja nicht nörgeln, aber so lange hab ich nie auf mein Gepäck gewartet wie dort...laut meiner Uhr 55min! Naja...Schumi gab also richtig Gas durch die Serpentienenautobahn sodass wir schon nach 40min. in Rethymno ankamen. Schön ist, das nicht nur jedes Hotel, sonder auch fast jedes private Haus einen Pool hat. Da musste ich sofort rein!
Dannach ging es mit Motorroller in die Altstadt Rethymnos zur Besichtigung der Location Naf Pigio, in welcher ich noch in selbiger Nacht spielen sollte. Irgendwie kam ich mir ein wenig beobachtet vor, da die Jugend meinen Kopf auf den Plakaten, die an jeder Ecke in jedem Cafe hingen erkannten. Also war alles super vorbereitet und die Promoter hatten ganze arbeit geleistet.
Nach einem sehr guten griechischen Essen, schlug ich sofort wieder im heimischen Pool ein und war danach frisch für den Abend. Bevor es zum Auflegen ins Naf Pigio ging, erwartete mich noch ein ganz besonderes Highlight. Denn wir fuhren zu einer griechischen Hochzeit. Yannis, welcher Resident im Naf Pigio ist und vor mir spielen sollte, war dort eingeladen. Ich kam mir vor wie auf einem riesigen Stadtfest, denn als wir dort ankamen waren etwa noch 1000 Hochzeitsgäste am Start. Jeder Gast der da ankommt, muß ein traditionelles Gericht essen, und zwar Spagetti mit einer klaren Lammsoße und frischem Feta. Yannis sagte, das für eine normale Hochzeit mindestens ein Lamm dran glauben muß...ich will nicht wissen wie viele Herden für diese Großveranstaltung geschlachtet wurden...war aber trotzdem lecker! Der Grund für dieses Essen ist der gleiche wie bei uns saure Heringe vor einem großen Besäufnis...angeblich soll man dann mehr griechischen Wein trinken können, welcher dann übrigens auch lecker war. Er brachte mich sogar soweit, auf der Bühne, welche die Tanzfläche war Surtackie zu tanzen. Dann war auch meine Müdigkeit verschwunden und wir fuhren ins Naf Pigio. Der Club ist nicht groß und deshalb immer brechend voll! Mein Sound ist super angekommen und alle Gäste incl. mir waren sehr zufrieden. Soo...nun noch eine kleine Afterhour an unserem Pool und ein Strandrundgang bei dem ich mir fast die Füße im Sand verbrante...und ich war im Ar......!
Soo..., da das mein Erster Kretabesuch war, konnte ich nicht viel schlafen wegen Hummeln im Arsch (sagt man so). Aber den Samstag Abend lasse ich in diesem Tatsachenbericht aus. Ich sag nur Naf Pigio...
Und so wurde ganz schnell Sonntag. Der Sonntag an dem der eigentliche Gig, wegen dem ich nach Kreta kam stattfinden sollte. Gegen 10:00 Uhr morgens fuhren wir also mit Yannis eine halbe Stunde in Richtung Hania zu „Vythos Deep Blue Beach“...und genauso sah es dann auch aus. Ich glaube ich habe mit diesem Laden, neben der Muna natürlich eine neue Lieblingslocation gefunden. Dort gibt’s kein Dekotheam und doch hat es ganze Arbeit geleistet. Breite Holztreppen und Tanzflächen in verschiedenen Ebenen arbeiteten sich durch die Felsen der Bucht. Verschiedene Bars zwischen Palmen, Aussichtsplattformen mit Liegestühlen...überall schöne Fr...ähm Menschen, der Strand. Ich war total begeistert. Als ich hörte das genau eine Woche vorher Kevin Yost an den selben Turntables stand, ärgerte ich mich nicht schon ehr gekommen zu sein. Durch Yannis, welcher das warm up für mich machte, bekam ich schnell ein gelbes Klappsband und die verschiedensten Hüte über die weise Mähne und somit war fast alles wie zu Hause. Mit diesem Outfit rockte ich mit der Crewd bis zum Sonnenuntergang. Natürlich war das Dj- pult so angeordnet, das die Sonne genau hinter mir unterging. Schlecht für mich – aber angenehm fürs Auge der tanzenden Crewd. Gegen 22:00 beendeten wir nun diese absolut fette Party mit nem Ping Pong Set von Yannis und mir. Natürlich wäre es keine Technoparty, wenn’s nicht noch Streß mit ein paar betrunkenen Engländern und einem Tänzer gegeben hätte. Diese Kollegen springen dort rum und suchen sich Leute die ihnen Verbal und körperlich unterlegen sind. Wenn die angesprochenen Leute dann nicht richtig reagieren...die waren dann aber auch sofort draußen.
Nach der Abfahrt musste ich diese ganze Party nochmals im heimischen Pool reveue passieren lassen, bis mich um 05:00 Uhr morgens das Taxi Richtung Heraklion abholte.
Nun...logisch das ich diese Taxifahrt verschlafen habe. Doch der Taxifahrer hat mich nicht irgendwo in der Pampa rausgeschmissen, und somit stand ich wenig später in der Halle des Flughafens von Heraklion. Was meine müden Augen dort sahen, ließen mir mit sofortiger Wirkung keine „gude Laune“...nee, schlechte Laune in mir aufkommen, denn die Schlange vorm Check In Richtung Berlin war mindestens 300 Meter lang! Ich glaube die habens nicht so mit zügigem Arbeiten...erinnert Euch an meine Ankunft, bei der ich 55min. auf mein Gepäck warten musste. Naja, ich hab mich also ganz hinten angestellt, und ich glaube jeder konnte mir die Laune ansehen. Irgendwann war ich nun dran meine Platten zum durchleuchten aufs Band zu stellen. Die Platten waren durch und die Junge Dame, die wahrscheinlich zu früh aufgestanden war, sagte doch zu mir ich solle doch mal rechts ran und warten? ...mein Gesicht wurde dann nach 10 min. zur Faust und ein ehr zu lautes „HALLO“ kam über meine Lippen. - Man bemerke, das der Check in nun noch 5 min offen hatte – Die junge Dame zog also in Zeitlupe ihre Gummihandschuhe an, bat mich den Plattenkoffer zu öffnen und ein paar Scheiben raus zunehmen, so dass sie darin rumwühlen konnte. Nach der 5. oder 6. Platte, die sie komplett auspackte kam aus meinem vorlauten Mundwerk ein wieder ein zu lautes „Fuck off“ und sie schloß den Koffer. Nun mußte ich als letzter einchecken und hatte gerade meinen Pass abgegeben, als mich ein Kollege der netten jungen Dame anranzte.
- er hatte noch schlechtere Laune als ich – Ich lies ihn einfach labern, rannte so schnell ich konnte zur besagten jungen Dame, entschuldigte mich für die verbale Attacke. Somit winkte diese freundlich in Richtung Liebeskasper, der sich gerade mit der Dame am Check in aufgekratzt unterhielt. Also war der auch zufrieden und ich bekam meinen Pass und die Bordkarte.
Den Rückflug...wieder verschlafen, in Tegel angekommen. Raus ausm Flieger und ran ans Band, an dem ich wieder bis zuletzt stand. Diesmal kam eine Dame zu mir und sagte das da nichts mehr rauskommt...Was in diesem Moment in meinem Kopf vorgeht, ist sicher klar oder? Oder warum meine Platten nicht im Flieger waren, ist auch klar. Dieser Typ wollte einfach nur, das ich ihn nie vergesse...meine Meinung! Naja, ich war am Montag in Deutschland, und meine Platten glücklicherweise am Freitag Vormittag. Sonst wären die Nachtdigital und die Sonne Mond & Sterne ehr nicht so cool für mich geworden...
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