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Der Hoerste war mal wieder zum Auflegen in Moskau und hat Euch ein paar kleine Abenteuer mitgebracht. Eigendlich muß ich etwas weiter ausholen, und zwar mit dem Freitag Abend, an dem ich eine kleine Grillparty inclusive Feuer für meine Tochter und ihre Freundinnen organisierte.
Ich ging davon aus, am nächsten Tag um 15:00 Uhr von Berlin nach Moskau zu fliegen - die genauen Flugdaten hatte ich kurz angesehen als ich sie bekam, also ca. 3 Wochen vorher.
Nun...das Grillfest war vorbei, Töchterchen im Bett und Papa hatte nicht nur Limo getrunken als er beim ausdrucken der Flugdetails merkte, das der Flieger nach Moskau schon 11:30 Uhr in Berlin abfliegt! Wie einige wissen, wohne ich auf Rügen... Züge nach 22:00 Uhr nach Berlin - keine Chance!!! Also sagte ich zu meinem Kollegen Otto, welcher für spontane Aktionen immer zu haben ist: „Otto, wir müssen los!“ er hatte natürlich den ganzen Abend nur Limo (Schnali!!!) getrunken und war schon ein wenig durcheinander, als er realisierte, das wir jetzt (02:00 Uhr) nach Berlin fahren müssen. Er kennt solche Aktionen von mir und war einverstanden mal wieder von der Insel wegzukommen.
Gegen 05:30 Uhr waren wir nun in der Hauptstadt, wo wir dann noch lockere 2 Stunden bei Marco von Luna City Express unterkommen konnten um zu schlafen. So war ich also Punkt 9, schön ausgeruht aufm Tegeler Flughafen...bereit für Moskau!
Kaum saß ich nach lästigem einchecken und durchfilzen im Flugzeug, wurde ich durch lautes applaudieren und pfeifen nach der geglückten Landung auf dem Flughafen Vnukovo in Moskau wach. Nach der Musterung meiner Platten von russischen Beamten - erstes Aufatmen weil ich durchgelassen wurde. Ein zweites Aufatmen folgte gleich, da Alex und eine mir noch nicht bekannte Person schon in der Halle auf mich warteten.
Die zweite Person stellte sich als „Alec“ vor, welcher Promoter vom Mix Club ist. Beide sahen in etwa so frisch aus wie ich. Alex kam gerade aus St. Petersburg von einem Gig und Alec hatte auch nicht geschlafen. Alles war sehr harmonisch und peacig. Unser Plan war erstmal was zu essen um danach im Hotel Ukraina einzuchecken. Das Restaurant war wie alle die ich bisher in Moskau kennen lernen durfte, erstklassig! Zur Vorspeise gabs Vodka mit sauer eingelegten Pilzen. Was es danach gab hab ich vergessen, war aber super lecker. Zum Hotel muß ich nicht viel sagen, außer das ich in der 28ten Etage campiert habe. Ich hatte nun 4 Stunden Zeit zu schlafen, die ich vor lauter Aufregung nur zur Hälfte nutzen konnte. Die Andere Hälfte brauchte ich zur Erkundung des Hotels und für meine Fotosession auf dem Fenstersims ?. Gegen 01:00 Uhr wurde ich von Alec abgeholt, dann gings ins gleiche Restaurant wie am Nachmittag. Dort wurde ich gefragt ob ich Lust hätte, noch andere Clubs kennen zu lernen. Dies war mir natürlich ein Vergnügen und schon war ich im Gorod, Moskaus „most famous“ Club. Dort spielte gerade Richard Bartz sein Liveset, was mich sehr freute, denn ich hatte nach seinem letzten Auftritt in der Muna nicht mehr mit ihm gesprochen. Dazu hatte ich nun im Gorod- Backstage Gelegenheit. Alex, der vor ihm spielte nahm mich dann zu guter letzt mit in dem Mix Club, welcher schon voll war und kochte! Es ist ein sehr kleiner und gemütlicher Club für ca. 250 feierwütige Leute. Sehr minimal und auf den Punkt dekoriert. Mit einer fetten Anlage versehen, zählt er zu den angesagtesten Clubs in Moskau, in dem die Party gut und gerne mal bis14:00 Uhr gehen kann.
Wer denkt, das russische Partyvolk oder gar die Dj`s leben hinterm Mond, hat sich arg getäuscht! Im Prinzip ergibt sich einem das gleiche Bild wie in unseren Clubs.
Um 05:00 Uhr war ich nun dran. Ich glaube die Russen mochten mich, und das bis 09:00 Uhr als Alex Meshkov dann den Schluß übernahm. Er nahm mich dann um 11:00 Uhr mit ins Hotel - der Arme musste gleich wieder weiter zum Flughafen Domodedovo. Von da aus flog er nach Kiew um wieder mal aufzulegen.
Ich hatte entspannte 45 min. zum schlafen um dann zum gleichen Flughafen zu fahren - ab nach Hause! (schade eigentlich!!!)
Na jut... in Berlin bin ich nun abermals durch lautes Klatschen und Pfeifen aufgewacht. Otto war auch am Flughafen, der von mir gleich für`s abholen mit Kippen belohnt wurde. Dann gabs was zu essen und dannach ab zum Ostbahnhof Richtung Rudolstadt zu „We want more of This“ was in einem Autohaus stattfand - was für ein krasser Gegensatz! Dort spielte ich aufm Diskohouse Floor zwischen Rec und Küche 80. Mein Kollege Kai, der House spielt, wurde auf den Progressivefloor verfrachtet. Ich glaube, bei der Party war nix an dem Platz wo es hingehört. Auf jeden Fall war ich froh als diese Nacht vorbei war, und ich mit den TOK TOKs zum Zug nach Saalfeld gefahren wurde. Sogar meine Gage hatte ich bekommen! (nicht alles...aber das ging fast jedem so). Die Fahrt zum Ostbahnhof war sehr relaxt. Otto wartete wiedermal am Bahnhof um mit mir zurück zur Insel zu fahren. Also traten wir nun die Heimfahrt an.
Als wir Berlin durchquert hatten und kurz nach dem Ortsausgangsschild waren, standen zwei Mädels am Straßenrand mit dem Daumen oben. Otto fuhr vorbei...doch natürlich nur aus reiner Höflichkeit veranlasste ich, das unser Wagen wieder zurückfuhr, um die Mädels einzuladen. Es waren 2 polnische junge Partytouristen, die ihr Wochenende in Berlin verbrachten. Meine erste Frage an die zwei war, ob es nicht einwenig gefährlich sei zu Trampen...? Wir konnten sie natürlich erstklassig unterhalten, mit kleinen Witzchen und Wunschmusik. Kurz vor der polnischen Grenze wurden sie ausgesetzt, und wegen Müdigkeit ohne sich noch mal rumzudrehen verabschiedet. Dannach schief ich ein...
Mein Kollege Otto brachte uns sicher wieder auf die Insel. Dort angekommen, wollte ich noch schlafen. Doch was wir beim ausladen des Autos bemerkten, ließ uns den Atem stehen lassen. Otto hatte einen Laptop dabei, genau wie ich mein Powerbook...doch die Dinger waren nicht mehr im Auto!!! Wir mussten nicht lange überlegen, um herauszufinden, wer unsere Computer jetzt wohl geklaut haben könnte... die Polen warns - nicht die Russen!!!
Sooo... und wieder einmal wurde meine Gutmütigkeit bestraft!!! Also gebt bitte Obacht vor kleinen polnischen Anhalterinnen, sie wollen nur euer Bestes, und natürlich mitfahren.
Hier gibts Bilder
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